
Unsere domestizierten Pferde leben im Gegensatz zu den früher frei lebenden Wildpferden auf stark eingeschränkten Flächen. Auf einer damals beinahe unbegrenzten Fläche hatten es die Würmer schwer, ihre Wirtstiere zu finden. Heute bieten jedoch kleine Koppeln mit dichtem Pferdebesatz und einseitiger Nutzung hervorragende Bedingungen für eine immense Vermehrung unterschiedlicher Wurmarten. Die Folgen sind abgemagerte und geschwächte Pferde. Es kann zu chronischen Verdauungsstörungen, Darmentzündungen und lebensgefährlichen Koliken kommen. Bei Fohlen sind häufig deutliche Entwicklungsstörungen zu beobachten. Deshalb ist es unser Anliegen, durch ein regelmäßiges und strategisches Entwurmen die Pferde vor diesen Gefahren zu schützen. Ziel ist es, die Anzahl der Parasiten im Stall- und Weidebereich zu reduzieren und eine erneute Infektionsgefahr zu verringern.
In Zusammenarbeit mit einem Tierarzt übernehmen wir das „Entwurmungsmanagement“, d.h. der gesamte Pferdebestand wird von uns viermal im Jahr entwurmt. Gegeben werden die Wurmkuren in Abständen von drei Monaten, wobei wir darauf achten, dass die Gabe der Wurmkuren mit dem Beginn bzw. Ende der Weidesaison zusammenfällt.
Neuzugänge werden erst entwurmt bevor sie damit der bereits bestehenden Herde in Kontakt kommen. Auch auf diese Weise versuchen wir eine Neuinfektion zu verringern.
Um möglichen Resistenzen der Wurmarten zuvorzukommen, wechseln wir bei der Auswahl der Produkte ab. Begleitende Maßnahmen für eine optimale Hygiene von Stall und Weide tragen auch dazu bei, dass das Tier leistungsstark und gesund bleibt. Deshalb werden bei uns Koppelflächen regelmäßig und ordentlich abgemistet und ausgemäht. Außerdem achten wir darauf, eine Überbesetzung der Koppelflächen zu vermeiden.

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