Pferdehaltung Einstreu

Der Innenraum, der mit einer Bodenplatte befestigt ist, gliedert sich in drei Bereiche. In der Mitte des Stalls verläuft über die gesamte Breite ein sogenanntes Pferde- Soft- Bett. Dieses Bett, mit einer Breite von 1,8 Metern besteht aus äußerst strapazierfähigem Kunststoff und ist mit dem Boden verklebt. Die Pferde nehmen diese Möglichkeit zum Ruhen und Schlafen gerne an, da es im Sommer angenehm kühl bleibt, im Winter durch seine Isolierung die Kälte jedoch gut abhält. Da die Tiere auf Grund der Oberflächenbeschaffenheit das Soft- Bett nicht/ kaum zum Äpfeln und Strahlen benutzen, liegen die Tiere sehr hygienisch. Das vordere Drittel des Stallbereichs ist mit Spänen eingestreut, so dass die Tiere, wenn sie das SoftBett nutzen, mit dem Kopfbereich in den Spänen zum Liegen kommen können. Auch dies erhöht den Schlaf- bzw. Ruhekomfort. Das rückwärtige Drittel des Stallbereichs wird nicht eingestreut, und kann von den Tieren z. B. bei schlechtem Wetter zum Äpfeln genutzt werden.

Bilder Ruheraum

Wir haben diese Unterteilung des Ruhebereichs bewusst ausgewählt, da sie einen größtmöglichen Komfort für das Tier mit sehr guten hygienischen Bedingungen und eine Reduzierung der Mistmenge optimal miteinander verknüpft. Gegen eine herkömmliche Stroh- bzw. Matratzeneinstreu haben wir uns entschieden, da durch die Bewegung der Pferde auf der Strohmatratze Ammoniakdämpfe freigesetzt werden können, welche die Lungen der Tiere nachhaltig schädigen können. Atemwegserkrankungen und Allergien können die Folge sein. Darüber hinaus beeinträchtigen Ammoniakdämpfe die Hufhornqualität. Hufkrankheiten wie Strahlfäule sind die Folge.

Da Stroh auch ein Futtermittel darstellt, nimmt ein Pferd bei Stroheinstreu auch immer verschmutzte Halme zu sich. Durch Aufnahme der verunreinigten Halme und der im Kot fast immer enthaltenden Wurmeier, besteht die Gefahr, einer maßlosen Vermehrung von Parasiten. Der Erfolg von Entwurmungsmaßnahmen kann dann nur von kurzer Dauer sein. Da Stroh als Futtermittel jedoch unverzichtbar ist, besteht die Möglichkeit der Strohaufnahme an den beiden Strohraufen. Im Ruhebereich kommt es bewusst zu keiner Nahrungsaufnahme (auch kein Strohknabbern), da dieser Trakt zur Regeneration der Tiere dient und jeglicher Futterneid hier strengstens vermieden werden sollte.





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